Weiterbildung von der Steuer absetzen

Sie können Kosten für Weiterbildung als Werbungskosten komplett in Ihrer Einkommenssteuererklärung absetzen. Der Bundesgerichtshof hat 2003 entschieden, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie Umschüler und Umschülerinnen, die ihren Arbeitsplatz mit Weiterbildungen vor Arbeitslosigkeit absichern, die Kosten dafür als Werbungskosten absetzen können.

Folgende Ausgaben können Sie als Werbungskosten für die berufliche Weiterbildung in Ihrer Einkommenssteuererklärung geltend machen:

  • Fahrtkosten zwischen der Arbeit bzw. der Wohnung und dem Weiterbildungsort

  • Lehrgangskosten und Gebühren der Lehrgänge, Seminare, Kurse, usw.

  • Arbeitsmittelkosten wie Büromaterial, Arbeitsmittel wie Fachbücher, Zeitschriften, PC, Medien, Software, Büroeinrichtung, Post, Porto, usw.

  • Arbeitszimmerkosten, wenn dieses der Mittelpunkt der gesamten Betätigung ist

  • Unfallkosten bei Kfz-Fahrten zwischen der Arbeit bzw. der Wohnung und dem Weiterbildungsort

  • Zinsen von Darlehen, die zur Finanzierung der Weiterbildung aufgenommen werden

Voraussetzungen

  • Nachweis der aufgewendeten Kosten im Rahmen der Weiterbildung in Form von tabellarischen Aufstellungen und Belegen


Checkliste zum Antragsverfahren

  • Sammeln Sie sämtliche Belege und Nachweise, die mit Ihrer Weiterbildung zusammenhängen.

  • Geben Sie in der Einkommenssteuererklärung für das Jahr, in dem die Weiterbildungsmaßnahme stattgefunden bzw. geendet hat, die Kosten im Bereich der Werbungskosten an.

Bitte beachten Sie:

Präzise Aussagen zur steuerlichen Förderung können immer nur vor dem Hintergrund Ihrer individuellen Situation getroffen werden. Wir empfehlen Ihnen daher, sich zur Klärung Ihrer Fragen mit Ihrem Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder dem für Sie zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen.

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